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Tutorials Sexy Wirken

 

Sexy Wirken

So wirke ich auf andere sexy und anziehend – die Macht des ersten Eindrucks am Beispiel des Erscheinungsbildes

Die Psychologen DION, BERSCHEID und WALSTER stellten 1972 in einem Experiment fest, dass der Alltagsmensch attraktiven Mitmenschen unbewusst positive Charaktereigenschaften zuschreibt. D.h. mit einem Wort: Wer »gut« aussieht, der ist es für die Allgemeinheit auch (z.B. moralisch humaner Kern, sympathisch, nett, interessant usw.). Durch diese Gesetzmäßigkeit haben es verständlicherweise reizende Menschen in den allermeisten Angelegenheiten des Lebens einfacher, das wissen diejenigen selbstverständlich auch. Das Prinzip können Sie jederzeit im Alltag nachprüfen, z.B. in der Schlange im Supermarkt, an einer Straßenkreuzung, in der Kneipe, Schule, im Beruf: Sexy Menschen kommt man eher entgegen, erweist vorzugsweise Dienste und Gefallen usw. In einer anderen Studie kam unter anderem heraus, dass hübsche Kinder in der Schule bevorzugt werden. Ob dies nun gerecht, human ist oder nicht, das soll nicht das Thema sein. Vielmehr gilt es, diese Erkenntnisse zu berücksichtigen, herausfinden, was liebreizend und somit vorteilhaft für mich ist oder sein kann. Denn der erste Eindruck zählt! Überall. Dieser setzt sich sehr schnell zusammen aus der Verschmelzung von Erscheinungsbild und Körpersprache.

Also, bringen wir die Sache klar auf den Punkt – hinsichtlich unseres Themas »Flirten«: Was nützen einem Humor, Sinn für Romantik, Toleranz, Charme, ein guter Umgangston, ein Charakter mit Herz, wenn einem die Aufmerksamkeit verwehrt bleibt, weil man keine reizende Ausstrahlung aufzuweisen hat? Nichts. Aber ich kann allen, die nicht dem gegenwärtigen Schönheitsideal (siehe z.B. Medien) entsprechen, eine sehr positive Erkenntnis nennen: Jeder! kann anziehend aussehen und wirken bzw. manche sind sogar attraktiv, ohne dass sie es wissen. Ich will das erklären. Wir Menschen sind einerseits im Denken und Verhalten geprägt von unserem Erbgut und andererseits von den Einflüssen im Kindesalter. Berücksichtigen Sie also einerseits die Gesetze der Biologie (Erbanlage) und bauen Sie auf die »Hilfe« der Sozialisation (Gesamtheit der gesellschaftlichen Einflüsse). Die Biologie ist wichtig – der eine Faktor –, der zweite Aspekt beinhaltet die Erfahrungen aus der frühen Kindheit, und das wiederum garantiert dafür, dass Schönheit, ansonsten biologisch determiniert, auch von der Norm abweicht. Nicht-Attrakives kann somit anziehend sein. Ein Beispiel: Jemand hatte eine geliebte Bezugsperson, diese einen speziellen körperlichen Makel. Im Erwachsenalter geschieht es oft, dass man sich beim Anblick eines fremden Menschen – unbewusst – an eben diese Bezugsperson erinnert fühlt, und dann ist deren bestimmte körperliche Ausprägung, die vielleicht nicht im Allgemeinen als hübsch angesehen wird, gerade an der unbekannten Person anziehend. Vertrauen Sie ruhig auf diese Tatsache.

Fassen wir zusammen: Für Männer und Frauen gleichermaßen gilt in erster Linie: zeigen Sie Ihre biologisch-relevanten Reize. Diese entsprechen dem Fortpflanzungscharakter der Evolutionsbiologie, vgl. BISCHOF-KÖHLER 2002, EIBL-EIBESFELD 1997. Bei Männern sind dies männliche Merkmale: Körpergröße, Schultern-breiter-Hüfte, Selbstsicherheit, hoher sozialer Status, maskuline Kleidung, souveräne Körpersprache, markantes Gesicht. Bei Frauen wirkt sexy und weiblich: proportionierter Busen, schlanke Figur, Hüfte-breiter-Schultern, weibliches Gesicht, volle Lippen, lange Beine. Das Gute: Schon ein Reiz kann beim anderen Geschlecht Wohlgefallen entfachen.

Betonen Sie also leicht diese geschlechtsspezifischen Reize. Dafür gibt es, bei Bedarf, Hilfsmittel en masse. Lassen Sie sich des weiteren nicht durch körperliche Auffälligkeiten (Körpergröße, Figur usw.) aus dem seelischen Gleichgewicht bringen, vielleicht sind gerade sie es, die für Attraktivität beim Gegenüber garantieren. Denken Sie an die gewichtigen Erfahrungen mit den Vorbildern aus der frühen Kindheit. Somit wird Schönheit und Uninteressantes relativ.

Das Erscheinungsbild begründet, wie erwähnt, die Ausgangsbasis für den Flirt, die Körpersprache ergänzt zu dem, was man Ausstrahlung nennt. Wir werden beim nächsten Mal einiges Wissenswertes dazu hören.

 
Seiten : 1
hinzugefügt am : 09.07.2004
Autor : Dr Damm
Listings ID : 477
Status zum lesen : Gast
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